Geschichte

Einzugsgebiet der Auld BernensisBei welcher Band spielst Du denn?

Diese Frage kennt wohl jeder. Sie wird jedes Mal gestellt, sobald das Dudelsackspielen angesprochen wird. Unsere, sagen wir mal “Interessengemeinschaft”, sollte also auch einen eigenen Namen haben.

Dabei sind ein paar Punkte allgemein gebräuchlich:

  • Ein Bezug zu der Region wo die Band, respektive die meisten Spielerinnen und Spieler zuhause sind (Region / Land)
  • Der Begriff “Pipes and Drums” welcher auf die Art der Musik hinweist
  • Der Nicht-Insider soll sich den Namen auch merken und aussprechen können

Auf dieser Basis haben wir uns Gedanken gemacht, wie unsere neue Formation benannt werden soll. Um dem Leser die Namensgebung zu verdeutlichen hier nun zuerst ein bisschen Geschichte:

Die Stadt und Republik Bern (Respublica Bernensis) entwickelte sich durch Gebietserweiterungen der 1191 gegründeten, späteren Reichsstadt Bern zwischen Genf und Brugg sowie Jurasüdfuss und Berner Alpen. Bern galt bis zu seiner Auflösung 1798 als mächtigster und grösster Stadtstaat nördlich der Alpen.

In der Schlacht am Grauholz am 5. März 1798 stellten sich bernische Truppen unter dem Befehl von Karl Ludwig von Erlach der französischen Armee des Generals Balthasar Alexis Henri Antoine von Schauenburg, obschon die Berner Regierung zu diesem Zeitpunkt bereits kapituliert hatte. Die Verteidiger Berns leisteten, in einem ersten Treffen bei Fraubrunnen und anschliessend im Grauholz, einem bewaldeten Hügelzug unweit der Stadt Bern, erbitterten Widerstand. Viele Frauen, alte Männer und teilweise sogar Kinder der Landbevölkerung schlossen sich den kämpfenden Berner Truppen an und versuchten ihre Stadt vor der französischen Invasion zu bewahren.

Die Übermacht der Franzosen war erdrückend, die Berner wurden sowohl in Fraubrunnen als auch im Grauholz geschlagen. Von Erlach nahm die Reste seiner Armee zurück und versuchte erfolglos, sich auf der Schosshalde vor den Toren Berns (bei der Zufahrt zur Untertorbrücke) noch einmal den Franzosen zu stellen.

Die Regierung Berns unter dem Schultheissen Niklaus Friedrich von Steiger hatte zu diesem Zeitpunkt bereits kapituliert und somit brach der gesamte Berner Widerstand zusammen – trotz des Sieges des Generals Johann Rudolf von Graffenried bei Neuenegg. Im Glauben, General Karl Ludwig von Erlach habe Bern verraten, wurde er von verzweifelten Bauern bei Wichtrach erschlagen. Von Erlach war auf dem Weg ins Berner Oberland, von wo aus er den Widerstand gegen die Franzosen neu formieren wollte.

Durch die helvetische Verfassung wurden Waadt, Aargau und das Berner Oberland als eigenständige Kantone von Bern abgetrennt. An die Schlacht am Grauholz erinnert das 1886 am Grauholz eingeweihte Grauholzdenkmal mit der Inschrift “Seid einig”.

Wie man sieht entsprach die “Respublica Bernensis“, also dem des alten Bern, mehr oder weniger unserem Einzugsgebiet. Auch die Inschrift am Grauholzdenkmal entspricht unserem Geist

– “Seid einig” –

In unserem Fall “Musizieren in Einigkeit”
– in Latein: CANERE IN CONSENSUS

Betrachten wir das alte Bern (Bernensis) mal aus einem schottischen Blickwinkel- Old Berne in Englisch– Auld Berne in Schottisch. Kombiniert man jetzt das schottische “Auld” mit dem historischen “Bernensis” entsteht “Auld Bernensis”

Unsere Gruppe hat sich aus dem geschichtlichen Hintergrund und aus dem Einzugsgebiet der Mitspieler, für den folgenden Namen entschieden:

Pipes and Drums of Auld Bernensis

Am 30. April 2016 wurde durch 32 Gründungsmitglieder die bisher offene Gesellschaft in einen Verein mit Sitz in Inkwil  BE überführt.

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Der aktuelle Vorstand ab HV 2019 besteht aus 5 Mitgliedern

Von links nach rechts:

Drum Major/Kassier: Martin Mägli, Aktuarin: Sabine Probst,
Präsident: Pesche Huber, Pipe-Major: André Lehmann,
Event-Manager/Vize-Präsidentin: Silvia Reinmann